Kopf Trapp SHB UG

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Teppichkäfer

Anthrenus scrophulariae

Teppichkäfer

Der Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae) hat eine mehr oder weniger ovale Körperform und wird 3 bis 4 mm lang. Entlang der Flügelnaht erstreckt sich ein breiter Bereich aus rötlichen Schuppen.

Die Halsschildecken sind weiß gefärbt. Der dazwischen liegende Bereich ist schwarz. Auf den überwiegend dunkel gefärbten Deckflügeln befinden sich 3 helle, wellenförmige Querbinden. Die Larven werden bis zu 5 mm lang und sind schwarzbraun behaart. Am Körperende besitzen die Larven sog. Pfeilhaare, die lang ausgezogene Spitzen aufweisen und leicht abbrechen können. Bei manchen Menschen können speziell diese Haare Allergien auslösen. In der Natur gehören Teppichkäfer zu den Tierarten, die mithelfen mumifizierte Kadaver mit Fell zu beseitigen. Sobald sie aber im Siedlungsbereich des Menschen auftauchen müssen sie als Material- und Hygieneschädlinge bezeichnet werden. Während die Käfer Blütenbesucher sind und ausschließlich Nektar und Pollen fressen, ernähren sich die Larven hauptsächlich von dem Protein Keratin, welches u. a. in Haaren und Federn vorkommt. Es sind daher die Larven, die u. a. Schäden an Wolltextilien, Teppichen oder Pelzen verursachen können. Der Teppichkäfer kommt überwiegend in Häusern vor. Nach dem Schlupf verlassen die Käfer das Haus und suchen zur Nahrungsaufnahme Blüten auf. Hierbei treffen auch Männchen und Weibchen aufeinander. Die begatteten Weibchen kehren in Häuser und Wohnungen zurück, wo sie in den Monaten Mai und Juni Eier ablegen. 75 % der Larven entwickeln sich bis zum Herbst zu Käfern, die aber ihre Puppenwiege erst nach einer Ruhephase von bis zu 6 Monaten verlassen. Somit schlüpfen die Käfer erst im darauf folgenden Frühjahr. Die Lebenserwartung der Käfer beträgt rund einen Monat. Die Larven werden häufig im Bettkasten oder in Kleiderschränken gefunden, wo sie sich von den dort aufbewahrten Textilien ernähren. In befallener Kleidung hinterlassen sie unregelmäßige Löcher. Das Fraßbild ähnelt somit dem Schadbild von Kleidermotten. Allerdings fehlen die für einen Kleidermottenbefall typischen Gespinste. Im Gegensatz zu Pelzkäfern, die bei Pelzen an den Haarwurzeln fressen, greifen die Larven des Teppichkäfers hauptsächlich die Haarspitzen an. Eine Bekämpfung kann mit Kontaktinsektiziden oder giftfreien Präparaten erfolgen, die in den Versteckplätzen der Larven ausgebracht werden müssen. Teppiche, Felle, Pelze, Textilien oder Tierpräparate, die von Teppichkäfern befallen sind, können auch erhitzt werden, um die Larven abzutöten. Hierbei muss für mehrere Stunden eine Temperatur von 60°C aufrechterhalten werden. Zur direkten Bekämpfung im Haushalt können verschiedene pulverförmige Kontaktinsektizide oder Sprühpräparate wie z. B. Pyrethroide eingesetzt werden, die in den Schlupfwinkeln der Larven ausgebracht werden. Zur Vorbeugung gegen einen Befall mit dem Teppichkäfer können verschiedene Produkte eingesetzt werden, die ätherische Öle abgeben und dadurch die Schadinsekten vertreiben. Die verwendeten Naturstoffe sind für den Menschen vollkommen ungefährlich.

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