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Speichermotte

Ephestia elutella

Speichermotte

Die Speichermotte (Ephestia elutella) ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Zünsler (Pyralidae). Man vermutet, dass die Art ursprünglich nur in Mitteleuropa heimisch war. Von hier aus wurde sie mit dem internationalen Warenverkehr verbreitet und kommt mittlerweile fast weltweit vor.

Die unscheinbaren Falter sind ca. 10 mm lang. Ihre Flügelspannweite beträgt rund 15 mm. Die schwach glänzenden Vorderflügel sind braun- oder blaugrau gefärbt und weisen 5 helle, dunkel gesäumte und leicht gezackte Querbinden auf. Die Färbung der Hinterflügel reicht von hellgrau über silbern bis golden. Seiten und Hinterrand der Hinterflügel besitzen einen Fransensaum. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Länge von 15 mm. Ihre Färbung hängt von dem aufgenommenen Futter ab und kann daher weiß, gelblich, rosafarben oder auch bräunlich sein. Kopf und Nackenschild der Larve sind braun. Auch auf der Körperoberfläche finden sich bräunliche Flecke, in deren Zentrum meist eine Gruppe von Borsten steht. Das fünfte Larvenstadium, die sog. Wanderlarve, verpuppt sich stets außerhalb des Brutsubstrats in einem dicht gesponnenen, weißen Kokon. Die Puppe selbst ist bräunlich gefärbt. In Mitteleuropa entstehen pro Jahr 2 Generationen. Die im Herbst ausgewachsenen Larven überwintern. In dieser Phase können sie auch sehr niedrige Temperaturen von -20 bis -25°C wochenlang tolerieren. Erst im darauf folgenden Frühjahr verpuppen sich die Larven innerhalb eines Kokons an einem geschützten Platz. Die Falter der ersten Generation fliegen von Mitte Juni bis Ende Juli. Die zweite Faltergeneration ist von Anfang August bis in den November hinein aktiv. Unter optimalen Bedingungen (25°C, 70 % relative Luftfeuchtigkeit) dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Falter je nach Nahrung zwischen 42 und 95 Tage. Speichermotten sind typische Hygiene- und Vorratsschädlinge, da sich die Larven von trockenen pflanzlichen Vorräten wie verschiedenen Getreidearten, Heu, Stroh, Kräutertees, Tabak, Gewürzen, Sämereien und Nüssen ernähren. Aber auch Kakaobohnen, Schokolade und diverse Schokoladenprodukte werden häufig befallen. Befallene Lebensmittel und anderes Lagergut werden durch Kot und Gespinste der Raupen verunreinigt. Nahrungsmittel mit Speichermotten-Befall sind daher für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. In Getreidemühlen führen die Gespinste in Transportsystemen und Sieben zu Verstopfungen. Um einen Speichermotten-Befall im Haushalt zu vermeiden ist peinliche Sauberkeit im Küchenbereich zu empfehlen. Nahrungsreste, die offen in Schränken verbleiben, können den Raupen der Speichermotte ideale Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Befallene Lebensmittel sollten schnell und gründlich entsorgt werden. Um einem Neubefall vorzubeugen, sollten Vorräte in verschließbaren Gefäßen (Gläser, Dosen) aufbewahrt, sowie kühl und trocken gelagert werden. Spezielle Klebefallen werden eingesetzt um einen Speichermottenbefall sicher nachzuweisen. Gleichzeitig erfolgt auf diesem Weg aber auch eine Bekämpfung der Motten.

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