Kopf Trapp SHB UG

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Rundköpfiger Reismehlkäfer

Latheticus oryzae

Rundköpfiger Reismehlkäfer

Der Rundköpfige Reismehlkäfer (Latheticus oryzae) stammt ursprünglich aus Südostasien und gehört zur Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae).

Mittlerweile ist die Art in den Tropen weit verbreitet und wird vor allem mit Reis und Tapiokamehl regelmäßig nach Mitteleuropa eingeschleppt. Da die Art zur Entwicklung sehr hohe Temperaturen benötigt, konnte sie sich bislang in Deutschland noch nicht dauerhaft ansiedeln. Die hellbraunen Käfer sind an ihrem auffallend großen Kopf zu erkennen, der fast genauso breit ist wie der Halsschild. Die Körperlänge der recht schmalen Käfer beträgt nur 2,5 mm. Die Antennen sind relativ kurz. Die letzten fünf Glieder sind deutlich verdickt und bilden eine gut sichtbare Fühlerkeule. Der Halsschild ist fast genauso breit wie die beiden Flügeldecken, die mit feinen, parallel verlaufenden Punktreihen bedeckt sind. Die lang gestreckten Larven sind hell gefärbt. Lediglich die Kopfkapsel und die beiden Fortsätze am Ende des Hinterleibs erscheinen etwas dunkler. Im Laufe ihres Lebens legen die Weibchen bis zu 330 Eier ab. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 85 % und einer Temperatur von 35°C verläuft die Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Käfer optimal. Dagegen sinkt die Entwicklungsrate bei einer niedrigeren Luftfeuchte deutlich ab. Der Rundköpfige Reismehlkäfer und seine Larven treten v. a. in Nahrungsmittelspeichern auf und befallen Reis, Tapiokamehl, Getreide und Getreideerzeugnisse. Da die wärmeliebende Art besonders auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen ist, lässt sich ein Befall des Lagergutes leicht verhindern, wenn Getreide und andere pflanzliche Vorräte trocken und kühl gelagert werden. Im Haushalt sollten Produkte, die mit dem Rundköpfigen Reismehlkäfer befallen sind, für mehrere Tage bei – 20°C in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden, um alle Entwicklungsstadien sicher abzutöten. Anschließend müssen Schränke und Vorratsbehälter, in denen sich Käfer entwickelt haben gründlich ausgesaugt und gereinigt werden. Eine direkte Bekämpfung der Käfer bzw. ihrer Larven ist mit Hilfe verschiedener Kontaktinsektizide möglich, die in den Schlupfwinkeln der Käfer ausgebracht werden. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden.

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