Kopf Trapp SHB UG

Als professionelle Schädlingsbekämpfer lösen wir auch Ihr Problem in Brandenburg, Mecklenburg und auch in angrenzenden Gebieten

Rotbrauner Reismehlkäfer

Tribolium castaneum

Rotbrauner Reismehlkäfer

Ebenso wie der wesentlich bekanntere Mehlkäfer gehört auch der Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium confusum) der Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae) an.

In der Lebensmittelverarbeitenden Industrie gilt die Art als gefürchteter Vorratsschädling, der v. a. in Mühlen und Getreidesilos auftritt. Ursprünglich stammt der Rotbraune Reismehlkäfer aus Indien und Südostasien, wo die Tiere unter Baumrinde leben. Mittlerweile kommt die Art weltweit in verschiedenen tropischen und subtropischen Regionen vor. Nach Mitteleuropa wird die Art häufig mit Nahrungsmittel-Importen eingeschleppt. Aufgrund seiner tropischen Herkunft ist der Rotbraune Reismehlkäfer sehr kälteempfindlich und kommt unter mitteleuropäischen Bedingungen v. a. in warmen Großmühlen vor. Von hier aus gelangen die Tiere regelmäßig in den Handel und somit auch zum Endverbraucher. Die Art ist flugfähig und kann sich bei höheren Temperaturen auch aktiv verbreiten. Die hellrot-braunen Käfer haben eine länglich-schmale Körperform und erreichen eine Körperlänge von 3 bis 4 mm. Kopf und Halsschild erscheinen etwas dunkler als die Flügeldecken. Die Fühler haben eine deutlich abgesetzte, dreigliedrige Endkeule. Die Flügeldecken sind mit feinen Längsleisten und dazwischen liegenden Längsreihen feiner Punkte versehen. Die Eier sind von einem klebrigen Sekret überzogen. Sie haften sehr leicht am Brutsubstrat und sind daher z. B. in Mehl nur schwierig zu entdecken. Kurz vor der Verpuppung messen die gelblich gefärbten Larven 8 mm. Sie besitzen eine dunkel gefärbte Kopfkapsel, 3 Laufbeinpaare, sowie 2 sog. Nachschieber am 9. Hinterleibssegment. Die gelblich bis bräunlich gefärbte Puppe ist 3 bis 4 mm lang und liegt frei im Brutsubstrat. Die Lebensdauer der Käfer beträgt bis zu einem Jahr. In dieser Zeit legt das Weibchen täglich mehrere Eier einzeln in das Brutsubstrat ab. Insgesamt können bis zu 1.000 Eier produziert werden. Unter optimalen Bedingungen (32 bis 37°C / 70 % relative Luftfeuchtigkeit) ist die komplette Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nach 27 bis 35 Tagen abgeschlossen. Unter geeigneten Bedingungen erreicht der Rotbraune Reismehlkäfer schnell hohe Populationsdichten und kann massive Schäden an verschiedenen Lebensmitteln verursachen. Die Art tritt meist zusammen mit anderen Vorratsschädlingen auf und befällt beschädigtes oder geschrotetes Getreide, Hirse, Mehl (v. a. Reismehl) und andere Getreideerzeugnisse. Darüber hinaus Erbsen, Bohnen, Tapiokamehl, Sämereien, Baumwollsamen, Teig- und Backwaren, Kakao, Rosinen, Trockenfrüchte, Feigen, Erdnüsse, Muskatnüsse, Sonnenblumenkerne, Kopra, Palmkerne und andere Ölfrüchte, sowie Gewürze. Die Larven bohren sich in Getreidesamen ein und fressen im Verborgenen. Neben den direkten Fraßverlusten werden die Nahrungsmittel durch Kot und feines Fraßmehl verunreinigt. Darüber hinaus wird die Qualität der Lebensmittel durch die von den Käfern abgegebenen Chinone gemindert. Bei diesen Substanzen handelt es sich um insektizide und fungizide Stoffe, die nach neuesten Untersuchungen auch eine krebserregende Wirkung haben. Aufgrund der abgegebenen Chinone verfärbt sich Mehl rosa, nimmt einen unangenehmen Geruch an und verliert seine Backfähigkeit. Auch Geschmack und Geruch von Backwaren werden beeinträchtigt. Tritt die Art im Haushalt auf, so sollten die befallenen Lebensmittel vernichtet werden. Eine Lagerung der Ware für einen Tag im Tiefkühlfach reicht aus, um alle Entwicklungsstadien des Rotbraunen Reismehlkäfers abzutöten. Um einer Neuinfektion vorzubeugen, empfiehlt es sich Nahrungsmittel, die potenziell vom Rotbraunen Reismehlkäfer befallen werden könnten, in gut verschließbaren Behältern aufzubewahren. Sollte über diese Maßnahmen hinaus eine direkte Bekämpfung der Käfer notwendig werden, so können verschiedene Kontaktinsektizide oder auch giftfreie Präparate wie Kieselsäure-Produkte eingesetzt werden. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden.

Copyright © BME Bernhard Marugg 2016. Alle Rechte vorbehalten.