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Reismotte

Corcyra cephalonica

Reismotte

Die Reismotte (Corcyra cephalonica) ist besonders in den Tropen weit verbreitet. Mit Lebensmittelimporten wird sie häufig auch nach Europa eingeschleppt. Eine dauerhafte Ansiedlung dieser Wärme liebenden Art fand in Deutschland allerdings noch nicht statt.

Vom Aussehen ähnelt die Reismotte der Speichermotte (Ephestia elutella). Die Färbung der schmalen und stark zugespitzten Vorderflügel kann zwischen mausgrau und einem fahlen Gelb variieren. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite zwischen 14 und 24 mm, wobei die Männchen kleiner bleiben als die Weibchen. Die Raupen leben auf dem Nahrungssubstrat in einer mit Kot bedeckten Gespinströhre. Die spärlich behaarten Larven haben eine weißliche bis gelbliche Färbung und wachsen nach mehreren Häutungen auf eine Länge von bis zu 15 mm heran. Unter tropischen Klimabedingungen dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Falter etwa sieben Wochen. Die Reismotte befällt besonders geschälten Reis, aber auch andere Getreidearten, Mais, Trockenfrüchte, Kakaobohnen, Kopra, Baumwollsamen, Erdnüsse, Mehl, Schokolade, Zwieback, Bohnen und Gewürze. Besonders bei Massenbefall richtet die Art durch die Fraßtätigkeit der Larven, sowie durch die Verunreinigung von Nahrungsmitteln mit Kot, Spinnfäden, Larvenhäuten und leeren Puppenhüllen schwere wirtschaftliche Schäden an. Durch die Abgabe von Spinnfäden wird die Nahrung mit Gespinsten überzogen und somit für den menschlichen Verzehr unbrauchbar gemacht. In Privathaushalte wird die Reismotte meist mit verunreinigter Nahrung oder befallenem Tierfutter verschleppt. Um eine weitere Ausbreitung der Tiere zu verhindern, sollten Nahrungsmittel in fest verschließbaren Behältern aufbewahrt werden. Prophylaktisch ist peinliche Sauberkeit im Küchenbereich zu empfehlen da Nahrungsreste, die offen in Schränken verbleiben, Reismotten ideale Entwicklungsmöglichkeiten bieten können. Befallene Lebensmittel sollten schnell und gründlich entsorgt werden. Zur Bekämpfung der Reismotte können Klebefallen verwendet werden, die mit einem speziellen Lockstoff versehen sind.

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