Kopf Trapp SHB UG

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Reiskäfer

Sitophilus oryzae

Reiskäfer

Der Reiskäfer (Sitophilus oryzae) ist ein wirtschaftlich bedeutender Vorratsschädling, der in den Tropen weit verbreitet ist. Nach Europa wird er regelmäßig v. a. mit Reislieferungen eingeschleppt.

Hier kann die Wärme liebende Art allerdings nur innerhalb von Gebäuden überleben. Der bräunlich gefärbte Reiskäfer besitzt eine langovale Form. Wie bei allen Rüsselkäfern ist der Kopf rüsselförmig verlängert und nach unten gebogen. Die Mundwerkzeuge befinden sich am Vorderende des -Rüssels-. Die rechtwinklig gebogenen Antennen sitzen an der Rüsselbasis. Auf den Flügeldecken fallen vier unregelmäßig geformte, orangefarbene bis rötliche Flecken auf. Die Käfer erreichen eine Körperlänge von bis zu 3,5 mm. Die Larven erinnern von der Körperform her an Engerlinge. Der Reiskäfer kann sich in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Mais, Reis oder Hirse entwickeln. Zur Eiablage frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Schale des Getreidekorns. Dann legt es ein einzelnes Ei in diese Öffnung und verschließt das Loch wieder mit einem speziellen Sekret. Die Larve entwickelt sich innerhalb des Getreidekorns und höhlt das Korn im Laufe der Entwicklung vollständig aus. Der Reiskäfer bevorzugt im Vergleich zum Kornkäfer (Sitophilus granarius) etwas höhere Temperaturen. Unter optimalen Bedingungen dauert die Eientwicklung 3 Tage. Bis zur Verpuppung benötigen die Larven weitere 16 Tage. Nach einer Puppenruhe von 5 Tagen frisst sich schließlich der frisch geschlüpfte Käfer durch die Samenschale nach außen durch. Die Käfer sind frostempfindlich und sterben bereits bei 0°C rasch ab. In unseren Breiten können in geheizten Getreidelagern drei bis vier Generationen pro Jahr entstehen. Der Reiskäfer tritt als Vorratsschädling in Getreidelagern und Lebensmittelverarbeitenden Betrieben wie z. B. Nudelfabriken auf. Von hier aus gelangt die Art regelmäßig in den Handel und taucht letztlich auch in Privathaushalten auf. Neben den reinen Fraßschäden bereitet der Reiskäfer v. a. durch die Verunreinigung der befallenen Ware große Probleme. In großen Getreidelagern kommt es dort, wo sich die Tiere in Massen entwickeln, zu einer inselartigen Erwärmung des Getreides. Durch das anfallende Stoffwechselwasser bilden sich Schimmelpilze, die wiederum zahlreichen Milbenarten als Nahrung dienen. Befallenes Getreide wird ferner mit Kot und leeren Larvenhüllen verunreinigt. Es ist weder für den menschlichen Konsum geeignet, noch darf es als Tierfutter weiterverarbeitet werden. Befallene Lebensmittel sind schnell und gründlich zu entsorgen. Um alle Entwicklungsstadien sicher abzutöten, sollten Nahrungsmittel, die mit dem Reiskäfer befallen sind, für einen Tag in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden. Anschließend müssen Schränke und Vorratsbehälter, in denen sich Reiskäfer entwickelt haben gründlich ausgesaugt und gereinigt werden. Eine direkte Bekämpfung der ausgeschlüpften Käfer ist mit Hilfe verschiedener Kontaktinsektizide wie Pyrethrum oder Pyrethroiden möglich, die in den Schlupfwinkeln der Käfer ausgebracht werden. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden. Tritt die Art in Silos oder Lagerhallen auf, so empfiehlt sich das Begasen des Gebäudes mit Stickstoff, Kohlendioxid, Phosphorwasserstoff (Phosphin) oder Sulfuryldifluorid.

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