Kopf Trapp SHB UG

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Mehlmotte

Ephestia kuehniella

Mehlmotte

Man nimmt an, dass die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) ursprünglich aus Mittelamerika stammt. Mittlerweile wurde die Art durch den Getreidehandel weltweit verbreitet. Die Falter erreichen eine Länge von 14 mm und eine Flügelspannweite von 22 mm.

Die Vorderflügel sind blau- bis silbriggrau gefärbt und weisen neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch eine Reihe dunkler Punkte am Flügelsaum auf. Die viel breiteren Hinterflügel zeigen auf hellem Grund ein gelb- bis rötlichbraunes Netzmuster. Seitlich und hinten weisen sie einen silbrigen Fransensaum auf. In Ruhestellung legt der Falter seine Vorderflügel dachartig über die Hinterflügel. Das Weibchen kann bis zu 500 Eier am Nahrungssubstrat ablegen. Bei einer Temperatur von 20°C schlüpfen die Larven nach ungefähr 6 Tagen. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Länge von bis zu 20 mm und sind dann gelblichweiß, rötlich oder grünlich gefärbt. Kopf, Nacken- und Afterschild, sowie die Umrandung der Atemöffnungen erscheinen dagegen immer braun. Kurz vor der Verpuppung wandern die Larven umher und suchen nach einem geeigneten, dunklen Verpuppungsort. Die etwa 1 cm lange Puppe entwickelt sich in einem dicht gesponnenen Kokon zum Falter. Die Gesamtentwicklungsdauer vom Ei bis zum Falter beträgt bei einer Temperatur von 20°C ungefähr zwei Monate. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen können sich pro Jahr 2 bis 3 Generationen entwickeln. Die Weiterverbreitung von Mehlmotten erfolgt durch Verschleppen von Eiern, Larven und Puppen mit befallenen Vorratsgütern. Die Art richtet v. a. in Mühlen große Schäden an und befällt Körner aller Getreidesorten wie z. B. Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Reis oder Hirse. Die Entwicklung erfolgt außerdem in Backwaren, Schokolade, Trockenobst, Leguminosenschrot und -mehl, Sämereien, Baumwollsamen, Erdnüssen und Kakaobohnen. Befallene Produkte werden durch Raupenkot, leere Larvenhüllen, besonders aber durch die Gespinste der Larven für den Verzehr unbrauchbar gemacht. In Privathaushalte wird die Mehlmotte v. a. mit verunreinigter Nahrung oder befallenem Tierfutter verschleppt. Um eine Ausbreitung des Befalls zu verhindern, sollten Nahrungsmittel in fest verschließbaren Behältern gelagert werden. Speziell im Küchenbereich sollte prophylaktisch peinliche Sauberkeit herrschen. Befallene Lebensmittel sollten schnell und gründlich entsorgt werden. Zur Bekämpfung der Mehlmotte können Klebefallen und Kontaktinsektizide verwendet werden.

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