Kopf Trapp SHB UG

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Kornkäfer

Sitophilus granarius

Kornkäfer

Der Kornkäfer (Sitophilus granarius) ist weltweit einer der wichtigsten Vorratsschädlinge. Ursprünglich stammt die Art aus Vorderasien und Indien.

Die dunkelbraunen, bis 5,1 mm langen Käfer besitzen einen rüsselförmig verlängerten Kopf und gehören daher in die Familie der Rüsselkäfer. Die Mundwerkzeuge befinden sich am Vorderende des -Rüssels-. Kopf und Halsschild sind von narbenförmigen Punkten bedeckt. Auf den Flügeldecken verlaufen punktierte Längsstreifen. Da die Flügeldecken miteinander verwachsen sind, ist der Käfer flugunfähig. Die weißen, beinlosen Larven haben eine spindelförmige Gestalt, die Körperoberfläche erscheint runzelig. Sie haben eine bräunliche Kopfkapsel und erreichen eine Endgröße von ca. 2,3 mm. Nach sechsmaliger Häutung findet die Verpuppung statt. Die Puppen werden bis zu 4 mm lang. Der Kornkäfer befällt u. a. Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Buchweizen, Mehl, Kleie, Mandeln, Erdnüsse, Erbsen, Bohnen und Soja. Vom Ei bis zur Puppe findet die Entwicklung im Getreidekorn statt, das dabei fast vollständig ausgefressen wird. Bei einer Temperatur von 27°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer zwischen 29 und 34 Tagen. Wenige Tage nach dem Schlupf der Käfer kommt es zur Paarung. Bei einer Temperatur von 29°C, sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 % beträgt die Lebenserwartung der erwachsenen Käfer nur 6 Monate. Bei etwa 10°C verlängert sich die Lebensdauer auf bis zu 2,5 Jahre. Falls die Kornfeuchte unter 9 % sinkt, ist eine Vermehrung der Art nicht mehr möglich. Zur Eiablage frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Samenschale des Korns. Dort hinein legt es ein Ei und verschließt die Öffnung anschließend wieder mit einem Sekretpropfen. Insgesamt werden pro Weibchen 200 bis 300 Eier abgelegt. In geheizten Lagerräumen treten 3 bis 4 Generationen pro Jahr auf. Zusätzlich zu den Fraßschäden entstehen Verluste wenn Getreide sekundär von Schimmelpilzen und Milben befallen wird. Um einen Kornkäfer-Befall zu verhindern, sollten leere Lagerräume vor der nächsten Einlagerung von Getreide stets gründlich gereinigt werden. Prophylaktisch können auch Kontaktinsektizide eingesetzt werden. Die Bekämpfung der Brutstadien ist schwierig, da sie im geschlossenen Korn gegen Kontaktgifte geschützt sind. Selbst gasförmige Präparate müssen lange einwirken um zu einem Bekämpfungserfolg zu führen. Befallene Lebensmittel sind mit leeren Larvenhüllen und dem Kot der Tiere versetzt und sollten umgehend entsorgt werden. Die Lagerung der Lebensmittel für mehrere Tage im Tiefkühlfach tötet normalerweise alle Entwicklungsstadien des Kornkäfers ab. Bei Bekämpfungsmaßnahmen müssen zunächst befallene Nahrungsmittel gefunden und entsorgt werden. Anschließend müssen Schränke und Vorratsbehälter, in denen sich Kornkäfer entwickelt haben gründlich ausgesaugt und gereinigt werden. Eine direkte Bekämpfung der ausgeschlüpften Käfer ist mit Hilfe verschiedener Kontaktinsektizide wie Pyrethrum oder Pyrethroiden möglich. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden. Tritt die Art in Silos oder Lagerhallen auf, so empfiehlt sich das Begasen des Gebäudes mit Stickstoff, Kohlendioxid, Phosphorwasserstoff (Phosphin) oder Sulfuryldifluorid.

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