Kopf Trapp SHB UG

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Koprakäfer

Necrobia rufipes

Koprakäfer

Der Koprakäfer oder Rotbeinige Schinkenkäfer (Necrobia rufipes) befällt Fleisch- und Wurstwaren, Käse und Kopra. Die vorratsschädliche Art kommt infolge des globalen Warenverkehrs mittlerweile weltweit vor.

Der grünlich-bläuliche Koprakäfer erreicht eine Länge von 3,5 bis 7 mm. Die Beine, sowie die ersten 5 Antennensegmente sind rötlich gefärbt. Die purpurfarbenen Larven können kurz vor der Verpuppung eine Länge von maximal 10 mm erreichen. Die Larven sind lang gestreckt, wobei der Körperdurchmesser zum Körperende allmählich zunimmt. Die Kopfkapsel ist glänzend bräunlich gefärbt. Die Verpuppung erfolgt in einem weißlichen Kokon, der von der verpuppungsreifen Larve aus Speicheldrüsensekret geformt wurde. Normalerweise erfolgt die Begattung schon kurz nach dem Schlupf der erwachsenen Käfer. Bereits 2 Tage nach der Paarung kommt es zur Eiablage. Ein einzelnes Weibchen kann bis zu 2.100 Eier ablegen, die durch ihre klebrige Oberfläche gut am Ort der Eiablage haften. Der Koprakäfer besitzt 3 bis 4 Larvalstadien. Verpuppungsreife Larven verlassen das Brutsubstrat um sich an einem dunklen und trockenen Platz zu verpuppen. Für den kompletten Entwicklungszyklus vom Ei bis zum Käfer Insekt benötigt die Art unter optimalen Bedingungen mindestens 36 Tage. Die erwachsenen Käfer haben eine Lebensdauer von bis zu 14 Monaten. Sie fressen, im Gegensatz zu den Larven, nur auf der Oberfläche verschiedener Lebensmittel. Die Käfer können sehr schnell laufen und sind darüber hinaus auch in der Lage zu fliegen. Die Art ist gegenüber Kälte relativ tolerant. Zumindest ältere Larven können unter den in Mitteleuropa herrschenden Klimabedingungen im Freiland überwintern. Der Koprakäfer ist ein typischer Vorrats- und Hygieneschädling, der in verschiedenen Produkten wie hartem Käse, Trockenfisch, Schinken, Speck, Kopra, getrocknetem Eigelb, und getrockneten Feigen auftreten kann. Auch in ägyptischen Mumien wurde die Art bereits nachgewiesen. Häufig wird der Koprakäfer auch in Häuten und Fellen gefunden, wo sich die Tiere von den hier lebenden Speckkäferlarven ernähren. Befallene Lebensmittel sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet und sollten umgehend entsorgt werden. Bei einem Vorkommen in Lagerhallen empfiehlt sich der Einsatz gasförmiger Insektizide wie Kohlendioxid, Stickstoff oder Phosphorwasserstoff. Im Haushalt sollten Produkte, die mit dem Koprakäfer befallen sind, für mindestens eine Woche bei - 20°C in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden, um alle Entwicklungsstadien sicher abzutöten. Anschließend müssen Schränke und Vorratsbehälter, in denen sich Koprakäfer entwickelt haben gründlich ausgesaugt und gereinigt werden. Eine direkte Bekämpfung der Käfer bzw. ihrer Larven ist mit Hilfe verschiedener Kontaktinsektizide wie Pyrethrum oder Pyrethroiden möglich, die in den Schlupfwinkeln der Käfer ausgebracht werden. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden.

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