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Khaprakäfer

Trogoderma granarium

Khaprakäfer

Der Khaprakäfer (Trogoderma granarium) ist weltweit einer der wichtigsten Vorratsschädlinge in Getreidespeichern und Lebensmittellagern und gehört in die Familie der Speckkäfer.

Weibchen werden mit bis zu 3,4 mm Körperlänge etwas größer als die Männchen. Die gleichmäßig behaarten Flügeldecken sind einfarbig rostbraun oder weisen rostbraune bis braune undeutliche Flecken auf.Kopf und Halsschild sind oft dunkler gefärbt. Die gelblich-braunen Antennen haben 9 bis 11 Glieder, die letzten 3 bis 5 Segmente bilden eine Fühlerkeule. Die Larven sind gelblich bis goldbraun gefärbt. Feine Borsten sind über den gesamten Körper verteilt. Am Hinterleibsende stehen Büschel längerer Borsten. Der Entwicklungszyklus kann unter optimalen Bedingungen innerhalb von 4 Wochen abgeschlossen sein, wobei sich die Larven vier- bis siebenmal häuten. Bei ungünstigen Bedingungen, wie z. B. kühlen Temperaturen, legen die Larven eine Entwicklungspause ein, wodurch sich die Entwicklung auf bis zu drei Jahre verlängern kann. Die Lebensdauer der erwachsenen Käfer beträgt nur ein bis zwei Wochen. Die Paarung findet direkt nach dem Ausschlüpfen statt. Im Verlauf der nächsten Tage legt das Weibchen bis zu 80 Eier ab, aus denen innerhalb von fünf bis sieben Tagen Junglarven schlüpfen. Die Art wird v. a. in Getreidespeichern, Lebensmittellagern, Saatgutfirmen, Warenhäusern, und Tierfutterfabriken gefunden. Bei trockenen und heißen Bedingungen entwickeln sich die Tiere besonders gut. Der Khaprakäfer ist ein bedeutender Vorrats- und Hygieneschädling. In Getreidelagern kann bis zu 70 % des Getreides zerstört werden, wenn der Befall nicht rechtzeitig erkannt wird. Großen Schaden richtet die Art auch in Museen an, wenn dort Tierpräparate und Insektensammlungen befallen werden. Besonders häufig wird die Art in Getreide und Getreideprodukten wie Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Mais, Reis, Mehl, Malz und Nudeln gefunden. Weitere pflanzliche Nahrungsquellen stellen Kichererbsen, Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Erdnüsse, Pekanüsse, Walnüsse oder Mandeln dar. Tierische Nahrungsquellen sind z. B. getrocknete Insekten, Kadaver jeglicher Art oder Tierhäute. Besonders bei massenhaftem Auftreten können die leeren Larvenhüllen - und hier v. a. die sich ablösenden Haare und Borsten beim Menschen zu Hautausschlägen und allergischen Reaktionen führen. Der Verzehr von solchermaßen kontaminierter Nahrung kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Da sich die Tiere an unzugänglichen Orten wie Ritzen oder Spalten, ja sogar hinter Rostflecken und sich ablösender Farbe verstecken, kann eine Bekämpfung sehr erschwert werden. Zusätzliche Probleme entstehen dadurch, dass sich die Larven bei ungünstigen Lebensbedingungen oft für mehrere Monate in Schlupfwinkel zurückziehen und keine Aktivität mehr zeigen. Tritt die Art in Silos oder Lagerhallen auf, so bietet sich das Begasen des Gebäudes mit Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff an. Dieses Verfahren wird gegen Schadinsekten erfolgreich eingesetzt. Vorteil ist, dass beim Einsatz von gasförmigen Insektiziden auch die versteckt lebenden Larven abgetötet werden. Befallene Lebensmittel sollten umgehend entsorgt werden. Die Lagerung der Lebensmittel für mehrere Tage im Tiefkühlfach tötet normalerweise alle Entwicklungsstadien des Khaprakäfers ab. Sollte darüber hinaus eine direkte Bekämpfung der Käfer notwendig werden, so können verschiedene Kontaktinsektizide oder auch giftfreie Präparate wie Diatomeenerde eingesetzt werden. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden.

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