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Katzenfloh

Ctenocephalides felis

Katzenfloh

Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist ein weitverbreiteter Hygieneschädling. Hauptwirt des Katzenflohs ist die Hauskatze. Nebenwirte sind Haushund, Mensch, Ratten und Langschwanzmäuse, sowie das Zwergkaninchen.

Katzenflöhe sind bräunliche, flügellose Insekten mit seitlich komprimiertem Körper. Das 3. Beinpaar ist als Sprungbeine ausgebildet. Diese Sprungbeine ermöglichen es den Tieren relativ weite Sprünge zu machen und sich im Haar des Wirtstieres fortzubewegen. Die Körperlänge der Art variiert zwischen 1,5 und 3,2 mm. Weibliche Katzenflöhe legen pro Stunde ungefähr ein Ei direkt in das Fell ihres Wirtstieres. Aufgrund ihrer glatten und trockenen Oberfläche bleiben die Eier nicht an den Haaren haften, sondern fallen auf den Boden. Die wurmförmigen Larven schlüpfen bei Zimmertemperatur innerhalb von 2 Tagen und weisen zunächst eine Länge von 1,5 mm auf. Je nach Temperatur wachsen sie innerhalb von 5 bis 15 Tagen auf eine Größe von 5 mm heran. Die Larven besitzen weder Augen noch Beine. Hauptsächlich ernähren sich die Larven von dem Kot der erwachsenen Katzenflöhe. Dieser Kot besteht aus kaum verdautem, getrocknetem Blut, das aus dem Fell des Wirtstieres herabrieselt und somit als Nahrungsquelle für die Flohlarven dient. Die Larven entwickeln sich an trockenen und warmen Plätzen, die eine Temperatur von ca. 25°C und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 75 % aufweisen. Generell ist der Katzenfloh auf höhere Temperaturen als der Hundefloh angewiesen. Aus diesem Grund ist die Art in Mitteleuropa sehr eng an den menschlichen Bereich gebunden. Der komplette Entwicklungszyklus dauert, je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit, zwischen 30 und 75 Tage. Die adulten Flöhe schlüpfen erst beim Vorhandensein bestimmter äußerer Reize wie Erschütterung des Bodens, Wärme oder eine hohe Kohlendioxid-Konzentration der Luft. Alle diese Faktoren deuten auf die Anwesenheit eines geeigneten Wirtstieres hin. Adulte Katzenflöhe ernähren sich vom Blut ihrer Wirte und gelten als ernstzunehmende Hygieneschädlinge, v. a. da sie verschiedene Infektionskrankheiten übertragen können. Der Speichel enthält bestimmte Substanzen, die die Blutgerinnung verhindern und als Antikoagulantien bezeichnet werden. Da die Antikoagulantien Entzündungen verursachen und allergische Reaktionen auslösen, führt ein Flohstich zu stark juckenden Hautveränderungen. Als Folge der Flohstiche entstehen juckende Quaddeln und Rötungen der Haut. Infolge des Juckreizes kommt es häufig zu vermehrtem Kratzen, was Sekundärinfektionen fördert. Speziell bei Haustieren kann ein Massenbefall mit dem Katzenfloh zu Ekzemen, Abmagerung und Blutarmut führen. Wie alle Floharten kann auch der Katzenfloh beim Blutsaugen Bakterien übertragen. Am bekanntesten dürfte hierbei der Pesterreger Yersinia pestis sein. Häufig werden Staphylococcen übertragen. Der Katzenfloh ist außerdem Zwischenwirt für den Kürbiskernbandwurm (Dipylidium caninum) und kann das Mäusefleckfieber übertragen, das durch den Erreger Ricketsia typhi hervorgerufen wird. Vor dem Beginn einer Flohbehandlung muss zunächst der Befallsherd (z. B. ein bestimmtes Haustier) ermittelt werden. Hierzu ist es wichtig festzustellen, um welche Flohart es sich genau handelt.

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