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Holzbock

Ixodes ricinus

Holzbock

Der zu den Zecken gehörende Holzbock (Ixodes ricinus) ist ein weit verbreiteter Hygieneschädling, der eine Reihe von gefährlichen Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen kann. Er tritt als Blutsaugender Parasit an Wild- und Haustieren, sowie beim Menschen auf.

Die Tiere sind gelblichbraun, rotbraun oder graubraun gefärbt und können, je nach Entwicklungs- und Sättigungsgrad, zwischen 1,5 und 14 mm groß werden. Die Männchen, die im Gegensatz zu den Weibchen kein Blut saugen, messen 2,5 mm. Weibchen sind normalerweise rund 4 mm lang, können nach der Aufnahme von Blut jedoch bis zu 14 mm Länge erreichen und um das 500fache an Gewicht zunehmen. Holzböcke sitzen bevorzugt auf Gräsern und niedrigem Gebüsch und warten dort auf ihre Opfer. Kommt beispielsweise ein Mensch an ihrem Aufenthaltsplatz vorbei, so lassen sich die Zecken infolge von Erschütterungsreizen fallen. Darüber hinaus sind sie in der Lage ihre Wirte anhand bestimmter flüchtiger Substanzen zu erkennen, die jene über die Haut abgeben. Holzböcke bleiben 3 bis 5 Tage an ihrem Wirt festgesaugt und lassen sich anschließend zu Boden fallen. Nach der Nahrungsaufnahme können Weibchen 1.000 bis 3.000 Eier auf der Erde ablegen. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven besitzen 6 Beine. Die späteren Entwicklungsstadien werden als Nymphen bezeichnet und besitzen, ebenso wie ausgewachsene Zecken, 8 Beine. Während die Larven Reptilien und Vögel als Wirte bevorzugen, saugen Nymphen und geschlechtsreife Weibchen hauptsächlich an Säugetieren. Die gesamte Entwicklungsdauer beträgt beim Holzbock zwischen 1 und 3 Jahren. Der Holzbock kann verschiedene Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. Sehr gefährlich ist die Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME), die von Arboviren hervorgerufen wird. Es handelt sich um eine Erkrankung des Zentralnervensystems, die zu Lähmungen oder Herzschädigungen führt und sogar tödlich enden kann. Eine vorbeugende Impfung gegen FSME ist möglich. Die häufigste, in Mitteleuropa von Zecken übertragene Krankheit ist die Borreliose oder Lyme-Krankheit. Sie wird von dem Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Bei einer Infektion bildet sich rund um die Bissstelle eine kreisförmige Entzündung, die langsam an Größe zunimmt. In der ersten Zeit nach der Infektion ist eine Antibiotika-Therapie möglich. Später halten sich die Bakterien oft in Gelenken auf und rufen dort rheumatische und arthritische Beschwerden hervor. In manchen Fällen kommt es bei den Erkrankten zu einer Hirnhautentzündung (Encephalitis) oder auch zu einer Herzmuskelentzündung.

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