Kopf Trapp SHB UG

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Goldfliege

Lucilia sericata

Goldfliege

Der Verbreitungsschwerpunkt der Goldfliege (Lucilia sericata) liegt in Europa, Asien und Nordamerika. Die glänzend gold-grünen Fliegen werden zwischen 5 und 11 mm groß.

Ihre elfenbeinfarbenen Larven erreichen eine Größe von bis zu 11 mm. Am zugespitzten Vorderende liegt der Mundhaken. Eine Kopfkapsel fehlt. Das deutlich dickere Hinterende ist abgestutzt. Hier befinden sich die beiden großen, bräunlich gefärbten Atemöffnungen (Stigmen). Bei Larven, die kurz vor der Verpuppung stehen, sind die drei Atemschlitze der Stigmen fast parallel angeordnet. Goldfliegen sind tagaktive Insekten, die an Sonnentagen mehrere Kilometer auf der Suche nach geeigneten Brutplätzen zurücklegen können. Fliegen, die in Wohn- und Küchenbereiche sowie Fleischverarbeitende Betriebe eingedrungen sind, legen die Eier gezielt an tierischen Nahrungsmitteln ab, wobei die Eiablage sogar in Kühlschränken und Kühlräumen erfolgen kann. Gärende und verwesende Nahrungsreste tierischen Ursprungs aus Küchenbetrieben, Schlachthöfen, Tierkörperbeseitigungsanstalten oder Privathaushalten, die im Kompost, in Mülltonnen oder Containern gelagert werden, aber auch tote Tiere, stellen für Goldfliegen ideale Brutmöglichkeiten dar. Goldfliegenweibchen legen 2.000 bis 3.000 Eier ab. Dies geschieht schubweise, wobei jeweils 100 bis 200 Eier auf einmal abgelegt werden. Bei hohen Temperaturen schlüpfen die Larven bereits nach 24 Stunden. Die Larven geben bestimmte Enzyme ab und können so leichter in ihr Brutsubstrat eindringen. Die Fliegenmaden, die sich bei geeignetem Nahrungsangebot innerhalb von rund 5 Tagen in großen Mengen entwickeln, verlassen das Brutsubstrat zur Verpuppung und suchen trockenere Verstecke in der Umgebung auf. Bei einer Temperatur von 30°C schlüpfen die Fliegen nach 4 bis 7 Tagen. Nach dem Schlupf können die Fliegen noch 3 bis 4 Wochen leben. Zwischen Mai und Oktober entstehen unter mitteleuropäischen Verhältnissen bis zu acht Generationen. Die Überwinterung, bei der die Tiere auch Temperaturen um -10°C problemlos ertragen, erfolgt im letzten Larvenstadium. Erwachsene Goldfliegen verwerten praktisch alle organischen Substanzen, die sie über ihre rüsselförmigen Mundwerkzeuge, das sog. Rostrum, aufnehmen können. Feste Nahrungsmittel werden vor der Aufnahme mit Speichel vermischt und so aufgelöst. Exkremente werden ebenso angenommen wie Pflanzensäfte, organische Abfälle und Nahrungsmittel. Durch das abwechselnde Belaufen von Nahrungs- und Brutsubstraten spielen Goldfliegen bei der Verbreitung von Krankheitskeimen eine wichtige Rolle. Nachgewiesen wurde beispielsweise die Übertragung von Typhus, Parathyphus, Dysenterien, Sommerdiarrhöen und Cholera. Lebensmittel, in denen sich Maden entwickeln, sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. Goldfliegen stellen daher wichtige Hygieneschädlinge dar, die im Haushalt keinesfalls geduldet werden dürfen. Zur Vorbeugung gegen eine Fliegenplage sollten Lebensmittel stets in gut verschließbaren Behältern aufbewahrt werden. Bei den Biomülltonnen ist darauf zu achten, dass der Deckel nicht offen stehen bleibt.

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