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Gemeiner Speckkäfer

Dermestes lardarius

Gemeiner Speckkäfer

Der Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius) ist 7 bis 9,5 mm groß und an seinen zweifarbigen Flügeldecken gut zu identifizieren.

Die vordere Hälfte der Flügeldecke ist von gelblichen Haaren bedeckt. Charakteristisch sind in diesem Bereich zudem 3 schwarze Punkte. Die hintere Hälfte der Flügeldecke ist schwarz. Die Art stammt ursprünglich aus Eurasien, ist aber mittlerweile weltweit verbreitet. Nach der Überwinterung als Puppe schlüpfen die Käfer meist Anfang April. Bei Temperaturen ab 16 °C kommt es zur Begattung. Optimal für die Entwicklung der Käfer ist eine Temperatur von 25 °C, sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 65 %. Unter diesen Bedingungen beträgt die Entwicklungsdauer durchschnittlich 48 Tage. In Mitteleuropa ist unter Freilandbedingungen die Ausbildung von nur einer Generation pro Jahr die Regel. Lediglich unter sehr günstigen Bedingungen kann eine zweite Generation auftreten. Unter Freilandbedingungen ernähren sich die Larven hauptsächlich von Aas, wodurch dem Speckkäfer eine wichtige Rolle bei der Beseitigung von Tierkadavern zukommt. In Lagern und Haushaltungen fressen die Larven an Speck, Schinken, Wurst, hartem Käse, Eiernudeln, Trockenfisch, ausgestopften Tieren, Insektensammlungen, Horn, Hufen, Leder und Rohfellen. Da sie in der Lage sind Keratin zu verdauen, können sie sich auch von Federn, Wolle und Fellen ernähren und auf diese Weise Textilien und Pelze zerstören. Zur Verpuppung bohren sich die Larven dann in feste, aber nicht zu harte Materialien wie Holz, Kork, Pappe, Papierlagen, Styropor, Tabakballen oder sogar Mörtel ein. Falls Speckkäfer in Massen auftreten, oder jahrelang nicht bekämpft werden, kann es durch dieses Verhalten auch zu massiven Schäden an Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen kommen. Der Gemeine Speckkäfer kann somit gleichzeitig als Hygiene- und Materialschädling angesehen werden. Liegt ein Befall mit dem Gemeinen Speckkäfer vor, so müssen zunächst die Entwicklungsstätten der Larven ausfindig gemacht und beseitigt werden. Problematisch ist bei der Bekämpfung von Speckkäfern, dass sich die Larven zur Verpuppung in unzugängliche Hohlräume zurückziehen oder sich sogar in bestimmte, nicht zu harte Materialien (s. o.) einbohren können. Daher sind die Puppen in der Praxis nicht zu bekämpfen. Erst die ausschlüpfenden Imagines können wieder bekämpft werden, wobei im Wohnbereich neben einer mechanischen Bekämpfung (Absaugen) auch der Einsatz von kurzzeitig wirksamen Pyrethroiden möglich ist. Um die Käfer am Ausschlüpfen zu hindern sind bauliche Maßnahmen, wie das Verlegen eines dichten Bodens (Laminat, PVC), geeignet.

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