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Erbsenkäfer

Bruchus pisorum

Erbsenkäfer

Es handelt sich beim Erbsenkäfer (Bruchus pisorum) weltweit um den bedeutendsten Erbsenschädling. Ursprünglich stammt die Art vermutlich aus Vorderasien. Mittlerweile erstreckt sich sein Vorkommensgebiet über fast alle Länder in denen Erbsen angebaut werden.

Der Erbsenkäfer besitzt einen kurzen, gedrungenen Körper von ovalem Umriss und wird vier bis fünf Millimeter lang. Der Kopf ist schnauzenförmig verlängert und die Augen sind auffallend groß. Die Flügeldecken bedecken den Hinterleib nicht vollständig. Die Körperoberseite ist hellbraun behaart. Die Art ist zur Entwicklung auf einen Temperaturbereich zwischen 20°C und 35°C sowie auf eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 50 % angewiesen. Das Weibchen fliegt blühende Erbsen an und legt insgesamt bis zu 400 Eier einzeln an junge Erbsenhülsen ab. Nach dem Schlupf frisst sich die Larve erst durch die Hülse und bohrt sich anschließend in den Samen ein. Durch ihre Fraßtätigkeit höhlt die Larve die Erbse von innen aus. An einer Stelle erstreckt sich diese Höhle bis direkt an die Samenschale. Von außen erscheint dieser Bereich wie ein Fenster. Durch dieses Fenster hindurch verlässt später auch der Käfer die Erbse. Bei warmer Witterung erfolgt der Schlupf noch im Herbst. Die Käfer überwintern in diesem Fall im Freiland. Bei kühlerer Witterung verzögert sich der Schlupf und die Käfer bleiben zunächst noch in ihrer Puppenwiege innerhalb der Erbse. In diesem Fall können befallene Erbsen eingelagert werden, so dass die darin befindlichen Käfer erst im Lager oder beim Endverbraucher schlüpfen. Innerhalb des Lagers kann keine Vermehrung stattfinden, da die Eiablage ausschließlich an unreifen Hülsen erfolgt. Reife Erbsen werden dagegen nicht befallen. Befallene Erbsen sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. Auch zur Aussaat sind sie kaum noch zu verwenden, da die Keimfähigkeit stark reduziert ist. Eine Bekämpfung des Erbsenkäfers im Lager macht aufgrund der Tatsache, dass sich die Käfer hier nicht weiter vermehren können keinen Sinn. Bei einem Auftreten im Privathaushalt sind befallene Erbsen gründlich zu entsorgen. Um die Käfer sicher abzutöten, sollten befallene Produkte für mehrere Tage in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden. Sollte über diese Maßnahmen hinaus eine direkte Bekämpfung der Käfer im Wohnbereich gewünscht werden, so stehen mehrere Kontaktinsektizide, aber auch giftfreie Präparate für den Verbraucher zur Verfügung.

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