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Dunkler Pelzkäfer

Attagenus unicolor

Dunkler Pelzkäfer

Der Dunkle Pelzkäfer (Attagenus unicolor) wird zu den sog. Speckkäfern (Familie Dermestidae) gerechnet. Die Art gilt als Materialschädling, da die Larven Haushaltswaren zerstören, in denen das Protein Keratin enthalten ist.

Die Käfer erreichen eine Körpergröße von 2,8 bis 5 mm. Sie haben eine ovale Körperform und sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Geschlechter sind v. a. an der Antennenform zu unterscheiden. Das letzte Antennenglied ist beim männlichen Käfer rund doppelt so lang wie bei den Weibchen. Die erwachsenen Käfer ernähren sich von Pollen und Nektar. Ihre Lebenserwartung liegt zwischen neun Monaten und drei Jahren. Sie werden von Licht angezogen und gelangen so häufig auch in unsere Wohnungen. Hier legen die Weibchen durchschnittlich 50 Eier in Fusseln, Ritzen oder anderen Bereichen ab, die in der Nähe von Nahrungsquellen der Larven liegen. Nach 6 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern - nur sie zerstören Textilien und andere Materialien. Die Larven können sich in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Leder, Wolle, Seide, Federn, Haaren, Trockenfleisch, toten Insekten, aber auch in pflanzlichen Produkten wie Getreideerzeugnissen oder Saatgut entwickeln. Die dunkelbraun bis schwarz gefärbten Larven haben einen zigarrenförmigen Körperbau. Der gesamte Körper ist von kurzen, steifen Haaren bedeckt. Am Ende des Hinterleibs fallen längere Borsten auf. Je nach Temperatur dauert das Larvalstadium zwischen 3 Monaten und 2 Jahren. In dieser Zeit häuten sich die Larven bis zu elfmal. Die Verpuppung findet in der letzten Larvenhaut statt. Die Puppenruhe beträgt bis zu 24 Tage. Wirtschaftliche Schäden richtet der Dunkle Pelzkäfer v. a. dann an, wenn Textilien aus natürlichen oder auch synthetischen Fasern zerstört werden. Stoffe und Kleidungsstücke werden unbrauchbar gemacht, indem die Larven große, unregelmäßige Löcher hineinfressen. Vorzugsweise fressen die Tiere auf der Oberfläche von Wollprodukten, aber auch Felle werden zerstört, indem die Haare an der Basis abgebissen werden und so kahle Stellen auf der Haut zurückbleiben. Durch das Fressen von toten Insekten kann die Art auch in Insektensammlungen große Schäden anrichten. Bei einem Befall mit dem Dunklen Pelzkäfer empfiehlt es sich zunächst den Befallsherd (z. B. Textilien oder ein totes Tier) zu finden und zu beseitigen. Regelmäßiges Staubsaugen verhindert, dass sich Haare oder Fusseln ansammeln, die den Larven als Nahrungsgrundlage dienen könnten. Zur Bekämpfung des Dunklen Pelzkäfers eignen sich neben den Naturstoffen Kieselgur oder Diatomeenerde verschiedene Kontaktinsektizide. Generell ist eine Kontamination von Lebensmitteln mit den verwendeten Präparaten zu vermeiden.

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