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Berlinkäfer

Trogoderma angustum

Berlinkäfer

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Art Trogoderma angustum (SOLIER, 1849) wurde um 1920 von Chile über die USA nach Polen und Deutschland eingeschleppt.

Der zu den Speckkäfern (Dermestidae) gehörende Material- und Vorratsschädling besitzt einen lang gestreckten, schmalen Körper. Das Verhältnis von Länge zu Breite ist größer als 2,1:1. Die Flügeldecken weisen 3 gebogene, von weißen Haaren gebildeten, mehr oder weniger deutliche Haarbinden auf. Die Körperlänge der Männchen beträgt 2 bis 3 mm. Die Weibchen werden mit 3 bis 4 mm etwas größer. Nachdem die Art jahrzehntelang v. a. aus Berlin und Hamburg gemeldet wurde, belegen aktuelle Funde aus Frankfurt, Köln, Mainz, Wiesbaden und München, dass T. angustum mittlerweile auch West- und Süddeutschland besiedelt. Mit dieser Ausbreitung geht eine wachsende Bedeutung der Art als Material- und Vorratsschädling in Wohnungen, Museen, Apotheken und Lagerräumen einher. Die Imagines sind als Schädlinge unbedeutend, da sie sich an Doldenblütlern und anderen Blütenpflanzen ernähren. Die Larven dagegen verursachen Schäden an Lebensmitteln, Verpackungen und wissenschaftlichen zoologischen Sammlungen. Bei Temperaturen unter 10°C findet keine Eiablage mehr statt. Die stark beborsteten Larven von T. angustum können sich auf einem breiten Nahrungsspektrum entwickeln, wobei die Entwicklungsdauer stark von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Art der Nahrung beeinflusst wird. Beispielsweise beträgt die Mindestentwicklungszeit bei 20°C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit auf Erdnüssen 108, auf Mais 121 und auf Malz 125 Tage. Bei 25°C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit beträgt die Mindestentwicklungszeit auf Haferflocken 53 und auf Mais 92 Tage. Bevorzugte pflanzliche Nahrung stellen Weizen, Roggen, Gerste, Reis, Mais, Haselnusskerne, Hafer, Erdnüsse, Trockenerbsen und Pollen dar. Die Larven können ihre Entwicklung allerdings auch ausschließlich mit tierischer Nahrung wie toten Insekten, Vogelfedern, Tierleichen Taubenfleisch und getrocknetem Rindfleisch vollenden. Die Larven sind in der Lage ohne Nahrungsaufnahme mehr als 3 Monate zu überleben. Liegt ein Befall mit Speckkäfern vor, so müssen zunächst die Entwicklungsstätten der Larven ausfindig gemacht und beseitigt werden. Probleme bereitet die Bekämpfung von Speckkäfern aufgrund der Tatsache, dass sich die Larven zur Verpuppung in unzugängliche Hohlräume zurückziehen oder sich sogar in bestimmte Materialien wie Styropor einbohren können. Daher sind die Puppen in der Praxis nicht zu bekämpfen. Erst die ausschlüpfenden Imagines können wieder bekämpft werden, wobei im Wohnbereich neben einer mechanischen Bekämpfung (Absaugen) auch der Einsatz von kurzzeitig wirksamen Pyrethroiden oder Diatomeenerde möglich ist. Um die Käfer am Ausschlüpfen zu hindern sind auch bauliche Maßnahmen, wie das Verlegen eines dichten Bodens (Laminat, PVC), geeignet.

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