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Australischer Diebkäfer

Ptinus tectus

Australischer Diebkäfer

Der Australische Diebkäfer (Ptinus tectus) war ursprünglich in Neuseeland, Tasmanien und dem südlichen Australien verbreitet. Mittlerweile kommt die Art weltweit in den gemäßigten Breiten vor.

Die hellbraun bis kastanienbraun gefärbten Käfer werden bis 4 mm lang. Auf den kurzen und oval geformten Vorderflügeln befinden sich jeweils 10 Längslinien. Auf jeder Seite des Halsschilds befinden sich zwei kleine Höcker. Die Art ist nicht in der Lage zu fliegen, da die Hinterflügel mehr oder weniger stark reduziert sind. Die Weibchen legen bis zu 900 Eier einzeln, oder in kleinen Gruppen am Brutsubstrat ab. Bei einer Temperatur von 20 bis 25°C schlüpfen die weißlichen, engerlingsförmigen Larven innerhalb von 16 Tagen. Die Larvalentwicklung beträgt mindestens 6 Wochen und ist in einem Temperaturbereich zwischen 5 und 30°C möglich. Unter günstigen Bedingungen beträgt der Generationszyklus 3 bis 4 Monate. In Europa werden pro Jahr i. d. R. zwei Generationen ausgebildet. Gegen niedrige Temperaturen sind die Käfer kaum empfindlich. Daher wird die Art auch regelmäßig in Kühlräumen angetroffen. Die Larven entwickeln sich in trockenen organischen Materialien tierischen oder pflanzlichen Ursprungs wie Getreide und Getreideprodukten, Gewürzen, Kakaobohnen, Schokoladenpulver, Fischmehl, Kasein, Hundefutter, Trockenobst, Nagerkot, Wollstoffen und Federn. Befallene Nahrungsmittel sind wegen der Verunreinigung durch Kot und Spinnfäden für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet und sollten umgehend entsorgt werden. Schäden richtet der Australische Diebkäfer auch in zoologischen und botanischen Sammlungen an, wo Präparate von Insekten, Vögeln und Säugetieren, sowie Herbarmaterial zerstört werden. Die Käfer treten auch als Materialschädlinge in Erscheinung, indem sie an der Oberfläche von Leder und Textilien fressen. Außerdem werden z. B. Verpackungen und Isolierungen zerstört, wenn sich die Larven zur Verpuppung in nicht zu feste Materialien in der Umgebung ihres Brutsubstrates einbohren.

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